Mein Ausstieg „light“: Was schief ging und was ich gelernt habe

Pause oder aussteigen: Was tun, wenn der Wunsch nach Neuem übermächtig wird?

Irgendwann erwischt es wohl jeden: die Sehnsucht, etwas ganz anderes zu tun. Etwas Einfaches. Greifbares. Schlichtes. Etwas, bei dem man nicht so viel denken muss. Was man erzählen kann. Was jeder versteht.

Feierabend haben, wenn Feierabend ist. Kennen Sie den Wunsch? Oh, wär‘ das schön!

Wovon träumen Sie? Eine Currywurst-Bude auf Sylt vielleicht? Ein Sommer auf der Alm? Brunnen bohren in Afrika? Ach, egal. Hauptsache: raus!

Genau darum kreisten meine Gedanken. Seit über 20 Jahren bin ich Trainerin und Coach. Ich liebe meinen Beruf. Dennoch beschleicht mich hier und da der Gedanke, etwas ganz anderes zu versuchen. Aber was? Ich habe gesucht und gefragt und nach einigen kreativen Gesprächsrunden wusste ich es: Ich wollte schon immer in einer Bäckerei arbeiten. Ich liebe den Geruch von frisch gebackenem Brot. Er aktiviert sämtliche Geschmacksnerven. Wir Deutschen haben super leckeres Brot, finde ich, und immerhin habe ich zehn Jahre mit Freude verkauft.

Aufstieg und Fall in vier Stunden

Gesagt, getan. Als die Bäckerei um die Ecke eine Aushilfe suchte, habe ich „hier“ gerufen. Es war ein kurzes Bewerbungsgespräch. Dann fing das Probearbeiten an.

Um es kurz zu machen: Ein Naturtalent bin ich nicht. Ich habe ordentlich geschluckt, was man alles falsch machen kann in einer ach so schlichten Bäckerei: 200 Artikel, eine Touch-Screen-Kasse, ein ausgetüfteltes Warenwirtschaftssystem, das Fehler nur in engen Toleranzen zulässt. Kunden haben es eilig. Die Handgriffe waren ungewohnt und eine Filiale muss Umsatz-Ziele erbringen.

Packen Sie mal frisch geschnittenes Brot in eine Tüte – Stress pur! Gott sei Dank klappte der Kundenkontakt. Noch immer bin ich dankbar für die Geduld der Kolleginnen.

Brötchen zu verkaufen, ist nur scheinbar leicht. Die Aufgabe hat alles von mir gefordert. Nach ein paar Stunden habe ich das Handtuch geworfen. Einfach Aufgegeben.

In einer Bäckereien zu stehen, ist kein leichtes Arbeiten. Vom Stundenlohn wollen wir gar nicht sprechen. Ich stand unter Dauerstress, machte permanent Fehler und war schlichtweg ungeschickt. Lernte, meine zwei linken Hände kennen.

Geduld! Und Respekt vor scheinbar Einfachem.

Was nehme ich mit aus dem Versuch? Lessons learned:

  • Etwas Neues zu lernen, erfordert ein hohes Maß an Geduld.
    Eine gute Balance zwischen Motivation und Demotivation zu halten, ist eine Kunst.
  • Fehler gehören dazu.
    Doch das ist leichter gesagt als getan. Die Erwartungen an sich selbst wie auch die Erwartung der Führenden stehen im Weg. Die Leichtigkeit, etwas auszuprobieren, geht immer mehr verloren. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben: Meine eigene Fehlerkultur ist sehr bescheiden.
  • Scheinbar einfachen Tätigkeiten mit Respekt begegnen.
    Auch Bäckereien sind auf dem Weg der Digitalisierung und fordern ihre Mitarbeiter. Vielleicht eine Möglichkeit, den Respekt wieder zu entwickeln: Führungskräfte sollten einmal einen Tag ihre Mitarbeiter begleiten, um zu sehen, welche Leistung sie täglich erbringen. Da wird es sicherlich Überraschungen geben.

Mit der Ruhe kamen die Lebensgeister zurück

Was ist aus meinem Wunsch geworden, einfach mal „auszusteigen“? Ich schreibe diesen Artikel während meiner Sommer-Auszeit in Irland. Kaum war ich auf der Insel, fand ich in einen anderen Energiezustand zurück. Die Lust zu schreiben, wurde wach. Ich spürte wieder Neugierde. Für mich geht es wohl einfach um eine Pause. Um Abstand. Darum zu spüren, was noch Spaß macht.

Kaum war der Zeitdruck draußen, entstanden neue Impulse. Der Sinn meiner Arbeit war für mich wieder sichtbar. Mal eben so. Ist doch ganz einfach.

Kleine Handlung, großer Effekt

Mitarbeiter begrüßen – Signal, Neuigkeiten und Probleme lösen

Morgens eine kurze Runde gehen und alle Mitarbeiter begrüßen bringt mehrere Vorteile. Zu erst einmal bringen Sie sich und Ihr Team in eine freundlich, angemessene Stimmung. Der Tag kann losgehen. Und nicht nur das.

Was ist zu tun?

  • Begrüßen Sie jeden einzelnen Mitarbeiter per Handschlag
  • Fragen Sie, wie es ihm geht und schauen sich höflich in die Augen. Sie sehen Ihren Mitarbeitern manchmal schon an, wie es ium sie steht.
  • Eine Anmerkung zum Tag oder Arbeit fallen lassen. Was ist heute angesagt? Was gibt es zum Thema oder Tag zu sagen?
  • Wichtige Themen aufnehmen, direkt klären oder sagen wie es damit weitergeht. Sie hören zu und entscheiden, was zu tun ist.

7 Gründe, warum diese maximal 30 Minuten bestens investiert sind:

  1. Menschen wollen/brauchen Kontakt zum Chef. Wir sind soziale Wesen.
  2. Der morgendliche Handschlag ist Symbol für Zusammenarbeit und hat eine Kraft.
  3. MA schätzen Rituale, weil sie ein Teamgefühl geben und ein zeichen der Verbundenheit ist.
  4. Chef zeigt: ich will wissen, wie es dir geht. Du bist wichtig.
  5. MA wissen: Mein Chef ist Mensch, wie jeder andere auch, ich kann ihn ansprechen und er hört mir zu.
  6. Das Gespräch ergibt sich leicht und automatisch, ohne Krampf und Termin. Chef erfährt woran MA gerade arbeiten (manche wissen es nämlich gar nicht)
  7. Die „Kittel-brennt-Faktoren“ werden angesprochen bevor sie eskalieren und sparen damit Zeit.

Fazit:
Nutzen Sie die Chance dieses Rituals! Es sind 30 Minuten mit hoher Führungs Effizienz!

Führung

Wie Sie in 30 Minuten motivierte Mitarbeiter bekommen

„Ich würde ja gerne meine Mitarbeiter mehr führen, aber ich habe keine Zeit!“ klagen meine Teilnehmer in den Führungs-Seminaren. Die steigende Arbeitsdichte und immer weniger Personal fordern ihren Tribut. Das Gespräch mit den Mitarbeitern kommt zu kurz.

Ich erlebe Führungskräfte, deren Zeitmanagement schon zig-fach optimiert ist. Sie arbeiten sehr effizient. In eng getakteten Terminen hetzen sie von Termin zu Termin, von Meeting zu Meeting. Sie leisten einen hohen fachlich-konzeptionellen und strategischen Einsatz.

Führungslos – in 97 Prozent der Zeit

Führungskräfte werden immer häufiger zu Sklaven ihrer Termin-Kalender. Doch nicht nur sie haben ein Problem. Fragen Sie sich einmal selbst: Wenn Sie sich ihre durchschnittliche Arbeits-Woche vor Augen führen – wie viel Zeit nehmen Sie sich für jeden Ihrer Mitarbeiter?

Gemeint ist die Zeit, in denen Ihre Mitarbeiter Ihre volle Aufmerksamkeit haben – ohne Störungen durch Telefonate oder E-Mails. Was meinen Sie?

In der Fachliteratur geht man von 1 bis 3 Prozent der Arbeitszeit aus. Im Umkehrschluss heißt das: Ihre Mitarbeiter arbeiten 97 bis 99 Prozent der Zeit ohne Führung.

Führung bedeutet, zielgerichtet Einfluss zu nehmen.
Wie soll das in 1 bis 3 Prozent der Zeit gelingen?

Lassen Sie sich das noch einmal auf der Zunge zergehen: Drei Prozent einer 50-Stunden-Woche sind 90 Minuten – für alle Mitarbeiter zusammen.

Ihre Mitarbeiter sind noch da? – Glück gehabt!

Die Folgen der fehlenden Aufmerksamkeit lassen nicht lange auf sich warten. In meinen Seminaren ist von Demotivation, komplexen Konflikten unter den Mitarbeitern, Leistungsabfall und Widerstand bei Veränderungen die Rede. Die Führungskräfte in den Seminare wundern sich und äußern Ärger und Unverständnis.

Mal ehrlich: Wundert Sie das wirklich?

Gespräche über Motivation, Konflikt-Klärung und die Rückmeldung zu Leistungen sind Kernaufgaben der Führung – ebenso das Behandeln von Widerständen und Ängsten in Change Prozessen.

Wenn die Aufgaben nicht erfüllt sind, folgt der Ärger auf dem Fuß. Führung kostet Zeit und Führungskräfte haben zu wenig davon. Sie stehen in einem Dilemma. Das ist wahr. Nur wundern muss man sich nicht.

Erstaunlich ist doch viel mehr, dass die Mitarbeiter dennoch Leistungen erbringen – trotz der fast vollständig fehlenden Führung. Das ist grandios und der Anerkennung wert!

Zeit für die Führung planen

Eine einfache Lösung gibt es nicht. Meine Empfehlung an Führungskräfte lautet, „Bewusstheit“ zu praktizieren.

  • Nehmen Sie auch die „kleinen“ Kontakte als Führungstätigkeit wahr. Die E-Mail, das Telefon-Gespräch oder die Anweisung: Das alles sind Kontakte, die es als solche zu erkennen gilt.
  • Auch informelle Kontakte sind Kontakte: die morgendliche Begrüßung, der Glückwunsch zum Geburtstag, die Frage nach dem Urlaub. Planen Sie diese Gespräche bewusst.
  • Die offiziellen Gesprächsanlässe wie die Leistungsbeurteilung planen Sie bestimmt ohnehin. Warum planen Sie neben den „Pflichtterminen“ nicht auch „Kür“-Termine? Gelegenheiten sind der Jahresanfang oder das Jahresende.

Eine ruhige halbe Stunde mit Ihren Mitarbeitern ist Gold wert: Sprechen Sie mit ihnen, wie es ihnen bei der Arbeit wirklich geht und wo sie gerade stehen. Solch ein „Zeitinvest“ kann Wertschätzungs-Wunder für beide Seiten bewirken: für den Mitarbeiter, weil er sich wahrgenommen fühlt; für die Führungskraft, weil sie nicht selten unerwartet Bestätigung bekommt.

Mitarbeiterbefragung

Mitarbeiterbefragung: Chance, die Teamkultur zu gestalten

Mitarbeiterbefragungen sind dazu gedacht, Mängel in Führung und Kommunikation aufzudecken und zu beheben. Ihr Ziel ist es, die Mitarbeiterzufriedenheit und somit den Unternehmenserfolg zu stärken. Für Führungskräfte sind sie zugleich ein Mittel, die Kultur ihres Teams zu prägen. Sie haben die Gelegenheit zu zeigen, wofür sie stehen – denn mit ihrem Verhalten wird erkennbar, in wie weit Führungskräfte zu ihrem Wort stehen.

Mitarbeiterbefragungen erinnern mich zuweilen an psychologische Schnelltests in den Zeitschriften: Man lernt etwas von sich, befriedigt die Neugier – und dabei bleibt es. Nach meiner Erfahrung interessieren sich Führungskräfte ganz außerordentlich für die Ergebnisse einer Befragung. Wenn es um die Nachbereitung geht, lässt die Begeisterung merklich nach. Diese Handlungsunlust zieht zweierlei nach sich: Das Entwicklungspotential der Organisation liegt weiter brach. Und wenn Befragungen regelmäßig ohne Wirkung bleiben, muss man sich nicht wundern, wenn sie die Mitarbeiter nicht ernst nehmen. Im letzten Jahr durfte ich eine richtig gut durchdachte Mitarbeiterbefragung begleiten. Aus meiner Sicht eignet sich die Befragung als Musterbeispiel. Was diesen Auftrag außerdem spannend macht: „Musterhaft“ bedeutet nicht „ohne Widerstände“.

Erst die Diskussion füllt die Befragung mit Leben

Meine Aufgabe lag in der Durchführung mehrerer Nachfolge-Workshops. Ich durfte die Ergebnisse der Befragung präsentieren und die daraus folgenden Maßnahmen moderieren. Das Unternehmen verändert sich zur Zeit sehr stark. Große Überraschungen gab es dennoch nicht: Die Antworten spiegelten die Situation des Teams wie erwartet wider. In den Monaten zuvor hatten die Mitarbeiter zusammen mit den Führungskräften Vieles mit gutem Ergebnis erreicht. Zu recht waren sie darauf stolz und nutzen den Workshop als Gelegenheit, die Ergebnisse zu würdigen. Schattenseiten gab es natürlich auch. Der Workshop diente als Forum, um die Mängel aufzuarbeiten. Dies war die Stunde der Führungskräfte. Sie fragten die Mitarbeiter: Wo stehen wir? Wie erklären wir uns das Ergebnis? Wo sind wir uns in der Wahrnehmung einig und wo nicht? Es entspann sich eine erfreulich ehrliche und offene Diskussion. Gemeinsam suchten die Teilnehmer nach Lösungen und diskutierten sie kritisch: Übernimmt jeder seinen Teil der Verantwortung? Ist jeder Einzelne in der Lage, die Zielvorgaben mit Leben zu füllen oder bleiben die Vorgaben ein Zahlenspiel? Inwieweit sind die Teilnehmer bereit, sich auf die Diskussionsergebnisse einzulassen? Ich begleite das Unternehmen schon seit einiger Zeit und habe mich über eine beeindruckend konstruktive Diskussion gefreut. Die Mitarbeiter und ihre Führungskräfte konnten viele organisatorische Fragen klären. Zugleich war der Workshop eine Gelegenheit, auf das Miteinander zu schauen: Wie gehen wir miteinander um? Wie begegnen wir unseren Kunden? Wie zufrieden sind wir mit der Führung? Es war deutlich zu spüren: Das tut sich was …. die Veränderungen greifen.

Widerstand akzeptieren, Glaubwürdigkeit stärken

Dennoch war nicht alles rosig. Von einigen Mitarbeitern gab es Widerstand. Die Kritik betraf den Sinn und Nutzen der Befragung. „So eine Befragung ändert doch sowieso nichts“, war die Quintessenz ihrer Haltung. Diese Mitarbeiter hatten schon während der Befragung Teile des Fragebogens unausgefüllt gelassen. Ihr so zum Ausdruck gemachter Protest zog weiße Flecken in den Ergebnisberichten nach sich. Mir kam die Gruppe vor wie ein kleines gallisches Dorf in einem großen Konzern. Ja, auch das gibt es – und es ist gut so! Die Gruppe war unbequem für die Führungskräfte und für mich als Trainerin. Jedoch stand die gesamte Befragung im Zeichen der Freiwilligkeit. Jetzt hieß es, zum eigenen Wort zu stehen. Dreh- und Angelpunkt der Befragung wie auch der resultierenden Vereinbarungen ist die Nachhaltigkeit. Dies gilt vor allem mit Blick auf die Widerstandsgruppe. Ihre Verweigerung muss einen Grund haben und der liegt aller Wahrscheinlichkeit nach in schlechten Erfahrungen der Vergangenheit. Umso mehr kommt es darauf an, die verabschiedeten Maßnahmen umzusetzen und nachzuhalten: Werden die Maßnahmen zur Verbesserung des Informationsflusses wirklich umgesetzt? Wird der beschlossene Jour Fix konsequent eingehalten? Setzt man sich in der Abteilung XYZ wirklich zusammen, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten? Werden sich die Führungskräfte konstruktiv mit dem Widerstand der Mitarbeiter auseinander setzen – als sichtbares Zeichen dafür, dass tatsächlich neue Zeiten angebrochen sind? Mein Tipp Eine Mitarbeiterbefragung ist eine riesige Chance für Führungskräfte, ihren Arbeitsbereich zu gestalten und die Kultur zu prägen. Nur selten bekommen sie im Alltag ein Feedback und können darauf reagieren. Zugleich ist eine Mitarbeiterbefragung die Gelegenheit, über Motivation, Zusammenarbeit, Arbeitsbedingungen und die Strategie der Organisation zu sprechen. Es liegt an den Führungskräften, etwas aus der Mitarbeiterbefragung zu machen und einen Gewinn für sich selbst und das Team daraus zu ziehen.

Was ich im Handel über Weihnachten gelernt habe

Für den Handel bedeutet Weihnachten: Geschäft! Schlimm für die Mitarbeiter. Von der Vorfreude bleibt wenig übrig. Das Fest wird ihnen buchstäblich gestohlen. Wie Sie sich ihr Weihnachtsfest retten können.

„Weihnachtszeit – Zeit der Stille, Zeit der Besinnlichkeit“: In den nächsten Wochen werden wir es an jeder Ecke sehen und hören. „Pustekuchen“, kann ich da nur sagen! Für viele Arbeitskräfte sind die Wochen vor Weihnachten die härtesten des Jahres, allen voran für die Mitarbeiter im Handel.

Weihnachtskitsch und Weihnachtswirklichkeit

Statt Vorfreude und Besinnung gibt es Stress pur: Zehn Jahre lang war ich Teil des Treibens. Als Inhaberin eines Spielwarengeschäfts habe ich mehr als die Hälfte meines Jahresumsatzes in den acht Wochen vor Weihnachten erzielt. Das Weihnachtsgeschäft wurde zum Pfeiler meiner Existenz. Für feierliche Gefühle blieb wenig Raum. Im November und Dezember erwies es sich, ob ich im Sommer das Richtige eingekauft und den Trend des Jahres erkannt hatte. Weihnachten wurde zum nüchternen Business. Die Abläufe im Geschäft mussten stimmen – und wehe einer der Mitarbeiter wurden krank!

Am frühen Nachmittag des 24. hatte ich endlich den Beweis, ob mein Gespür richtig gewesen war. Das Geschäft war gemacht. Wie alle Kollegen meiner Branche habe ich Résumeé gezogen: Haben sich die Umsatzerwartungen erfüllt oder nicht?

Sich die Rituale erhalten

In diesen Jahren hatte ich das Gefühl für die Weihnachtszeit verloren. Auch im Privaten ging die Vorfreude auf Weihnachten unter: Die Adventswochenenden waren dem Auftanken und dem Endspurt gewidmet. Über den Weihnachtsmarkt gehen, die Wohnung dekorieren, Geschenke aussuchen, Besinnliches …. bloß nicht! Das alles konnte ich nicht mehr sehen.

Wie schade! Ist der Alltag gänzlich auf das Geschäft ausgerichtet, wird es eintönig. Weihnachten kann ein Höhepunkt im Jahresablauf und ein Farbklecks im dunklen Winter sein. Von selbst geht es aber nicht. Besonders die Mitarbeiter im Handel kommen nicht darum herum, sich „ihr“ Weihnachten zu schützen. Es braucht das bewusste Tun – Rituale sind hilfreich.

Nach Geschäftsschluss am 24. bin ich immer gerne durch die Straßen gegangen. Die Stimmung in der Stadt ändert sich von jetzt auf gleich. Es ist eine Stimmung ganz besonderer Art. Eine Stille, die mir zeigte: Jetzt ist Weihnachten. Erst in diesem Moment konnte ich umschalten und in eine andere Stimmung kommen.

Was ist Ihr Ritual? Ich wünsche Ihnen, dass Sie eins haben oder finden, damit Sie sich Weihnachten erhalten können!